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Bildkarten in Beratung und Psychotherapie: Was sie in Gesprächen möglich machen

Bildkarten können in Beratung, Psychotherapie und Begleitung ein hilfreicher Zugang sein – besonders dann, wenn Gefühle, innere Konflikte oder belastende Themen noch schwer in Worte zu fassen sind. In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder, dass Bilder Gespräche öffnen, vertiefen und Menschen dabei helfen können, einen anderen Kontakt zu sich selbst zu finden.

 

Wenn Gefühle noch keine richtigen Worte haben

Manchmal sitzen Menschen in einem Gespräch und merken sehr genau, dass etwas in ihnen arbeitet. Sie spüren, dass da ein Thema ist, ein Gefühl, eine Unruhe oder ein innerer Knoten. Aber sie können es noch nicht richtig in Worte fassen. Nicht, weil sie nichts sagen wollen, sondern weil das, was da ist, oft noch keine klare Sprache hat.

 

Genau an solchen Stellen können Bildkarten hilfreich sein.

 

Warum Bildkarten in Beratung und Therapie einen anderen Zugang öffnen

Ich erlebe immer wieder, dass Bilder oft etwas öffnen, was über direkte Fragen schwerer erreichbar ist. Wenn ich jemanden frage: „Was fühlen Sie gerade?“, entsteht manchmal sofort Druck. Dann kommt schnell der Kopf dazu, und die Person versucht, etwas möglichst richtig zu erklären.

 

Wenn stattdessen eine Bildkarte vor ihr liegt und ich sage: „Schauen Sie doch einmal, ob etwas davon zu Ihrer Situation passt“, passiert oft etwas anderes. Es wird ruhiger. Offener. Und manchmal sagt jemand dann einfach: „Ja, genau so fühlt sich das gerade an.“ Oder: „Ich kann es nicht richtig erklären, aber dieses Bild trifft etwas.“

 

Manchmal wählt jemand eine Karte und sagt nach einem Moment: „So sieht es in mir gerade aus.“ Mehr braucht es am Anfang oft gar nicht.

 

Was Bildkarten in Gesprächen sichtbar machen können

Ich glaube, das liegt daran, dass Bilder nicht so eng sind wie Sprache. Ein Bild fordert nichts. Es bewertet nichts. Es lässt Raum. Man kann sich annähern, ohne sich sofort festlegen zu müssen.

Gerade das ist oft hilfreich, wenn innerlich noch vieles unsortiert ist. Dann muss nicht sofort alles klar sein. Es reicht manchmal schon, wenn etwas sichtbar wird.

In Gesprächen können Bildkarten auf ganz unterschiedliche Weise helfen. Sie können Gefühle greifbarer machen. Sie können einen inneren Konflikt deutlicher zeigen. Sie können den Blick auf etwas lenken, das vorher eher diffus im Raum stand. Und manchmal helfen sie gerade Menschen, die schon sehr viel verstanden haben und trotzdem merken, dass sie innerlich nicht wirklich weiterkommen.

Dann geht es nicht darum, noch mehr zu erklären. Dann geht es eher darum, wieder mehr in Kontakt zu kommen mit dem, was da ist.

 

Warum es bei Bildkarten nicht um die schönste Karte geht

Wichtig ist dabei: Es geht nicht um die schönste oder klügste Karte. Es geht um Resonanz.

Welche Karte hat etwas mit mir zu tun? Welche löst etwas aus? Welche spricht mich an, obwohl ich vielleicht noch gar nicht genau sagen kann, warum? Oft ist genau dort etwas zu entdecken.

 

Wenn Worte im Gespräch langsam nachkommen dürfen

Was ich an der Arbeit mit Bildkarten besonders mag, ist, dass Worte nicht sofort da sein müssen. Erst ist da vielleicht nur ein Bild. Dann kommt ein erster Satz. Dann noch einer. Und langsam wird klarer, worum es eigentlich geht. Das erlebe ich oft als entlastend und sehr menschlich. Niemand muss sich sofort richtig erklären. Niemand muss gleich alles wissen. Man darf sich annähern.

 

Warum ich in meiner Praxis mit Bildkarten arbeite

Natürlich ersetzen Bildkarten kein gutes Gespräch. Sie sind kein Zauberwerkzeug. Aber sie können ein Gespräch öffnen, vertiefen und manchmal auch in eine Richtung bringen, die mit Worten allein schwerer zugänglich gewesen wäre.

 

Genau deshalb arbeite ich so gern damit. Nicht, weil Bilder etwas Besonderes sein müssen. Sondern weil sie Menschen oft helfen, auf eine sanfte und zugleich überraschend klare Weise mit sich selbst in Kontakt zu kommen.

 

Fortbildungen für Fachpersonen in Waldbröl: Bildkarten in Beratung und Therapie

Weil ich genau diese Erfahrung in Gesprächen immer wieder mache, haben Bildkarten auch in meiner Fortbildung für Fachpersonen einen festen Platz.

In meiner Praxiswerkstatt „Vom Kopf ins Herz“ in Waldbröl geht es unter anderem darum, wie Bildkarten, Geschichten und andere kreative Zugänge Beratung, Psychotherapie, Coaching und Seelsorge vertiefen können. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Gespräche nicht nur verständlich, sondern auch innerlich berührbar und wirksam werden können.

 

 

Wenn Sie als Berater:in, Therapeut:in, Coach oder Seelsorger:in Interesse an diesem Format haben, finden Sie auf meiner Website weitere Informationen zu meinen Fortbildungen für Fachpersonen.